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Warum sind Hochzeitsfotografen so teuer?

Hochzeitfotos sind ein kostbarer Schatz für die Zukunft. Insbesondere, wenn die Bilder hochwertig gearbeitet und traumhaft schön sind sowie alle besonderen Momente, Stimmungen, das Ambiente, die Atmosphäre sowie die vielen einzigartigen kleinen Details aufmerksam eingefangen wurden und aussagekräftig klar dargestellt sind. Nicht selten werden auch glamouröse, ausgefallene oder künstlerische Darstellungen und Fotoszenarien gewünscht, die von Fotografen, wie von einem Filmregisseur kreativ in Szene gesetzt werden müssen. Eine professionelle Arbeit erfordert einen guten Hochzeitsfotografen, der jedoch auch seinen Preis hat. Die Kosten für einen ordentlichen Hochzeitfotografen sind auf den ersten Blick hoch und gehören statistisch zu den dritthöchsten Ausgaben für die Hochzeit, doch warum eigentlich?

Die Kalkulation hinter den Kulissen einer Hochzeitsreportage

Wenn man an die Arbeit eines Hochzeitsfotografen denkt, fallen einem oft nur die Stunden am Tag der Zeremonie ein. Doch tatsächlich erfordert die professionelle Erstellung von Hochzeitsfotos weit mehr als nur die Präsenz während des Events. Ein gutes Beispiel dafür bietet unser Preisangebot: Eine sechsstündige Hochzeitsreportage wird für 1380 Euro angeboten. Auf den ersten Blick scheint der Betrag für sechs Stunden Arbeit recht großzügig. Allerdings spiegelt dieser Preis nicht nur die Zeit vor Ort wider.

Stunden über Stunden an Vorbereitung und Nachbearbeitung

Für jede Stunde, die unser Fotograf fotografiert, werden zwei weitere Stunden für die Nachbearbeitung aufgewendet. Dazu kommen zwei Stunden für Vorgespräche und Abstimmungen mit dem Brautpaar sowie eine Stunde für die Anfahrt zum Veranstaltungsort. Das summiert sich schnell auf erhebliche zusätzliche Arbeitsstunden, die in den ursprünglichen sechs Stunden nicht sichtbar sind.

Effektive Arbeitszeit und der tatsächliche Stundenlohn

Rechnet man all diese Zeiten zusammen, so ergibt sich, dass der Fotograf für eine sechsstündige Hochzeitsreportage tatsächlich 30 Stunden arbeitet. Teilt man nun die Gesamtgebühr von 1380 Euro durch diese 30 Stunden, so ergibt sich ein theoretischer Stundenlohn von 38,33 Euro.

Nettolohn nach Steuern

Zieht man von diesem Stundenlohn 30% Steuern ab, verbleibt ein Nettostundenlohn von etwa 26,83 Euro. Dieser Betrag zeigt deutlich, dass der scheinbar hohe Stundenlohn durch die vielen nicht sichtbaren Arbeitsstunden und die steuerlichen Abgaben erheblich reduziert wird.

Der umfassende Aufwand eines Hochzeitsfotografen

Die Arbeit eines Hochzeitsfotografen endet nicht beim Klicken der Kamera. Vorgespräche, Vorbereitungen, das Bearbeiten der Bilder, das Nachbearbeiten, die digitale Entwicklung sowie das Erstellen von Galerien und Fotoalben – all dies sind essentielle Bestandteile der Dienstleistung. Hinzu kommen Fahrtkosten und die Amortisation für professionelles Equipment wie Kameras, Objektive, Speicherkarten und Beleuchtungsausrüstung.

Hochzeiten und Hochzeitsfotografie statistisch betrachtet

Die Hochzeit ist auch heute noch eines der bedeutsamsten Hochfeste im Leben zweier Menschen und in der Familie sowie ein großartiges Ereignis, das unabhängig davon in welchem Rahmen es gestaltet wird, einen bedeutungsvollen Erinnerungswert hat.
Nicht mehr so im Trend, wie noch bei vorangegangenen Generationen, heiraten doch immer noch 76 % der Deutschen im Verlauf ihres Lebens. Statistiken zeigen, dass zum Beispiel im Jahr 2014 rund 386000 Ehen in Deutschland geschlossen wurden, wohingegen es im Jahr 1950 noch 750452 Hochzeiten waren. Hochzeiten werden jedoch nicht zu jeder Zeit im Jahr geplant, sondern treffen aus verständlichen Gründen meist eine bestimmte Saison. Die warmen und schönen Jahreszeiten in Deutschland! Die bieten der warme frische Frühling im Mai, der sonnige Sommer bis Ende August und der farbenprächtige Spätsommer im September. Nach einem kompetenten Hochzeitfotografen suchen die meisten Brautpaare für ihre geplante Hochzeit in der kommenden Saison im Rahmen der monatelangen Hochzeitsvorbereitung bereits im Januar, während die Nachfrage statistisch betrachtet Ende Juni und Mitte November ihren Tiefpunkt erreicht. Die wichtigste Zeit für Hochzeitsfotografen sind die 20 Wochen zwischen Mai und September eines jeden Jahres, in der in Deutschland 60 Prozent aller Hochzeiten stattfinden. Ist ein professioneller Hochzeitsfotograf ein Saisonjob? So scheint es, denn zwischen November und März vermählen sich gerade einmal 25 Prozent der heiratswilligen Paare. Fotografen, die die Hochzeitsfotografie als Hauptberuf ausüben, verzeichnen außerhalb der Hochsaison (Mai bis September) Aufträge quantitativ geringfügig aufgrund mangelnder Anlässe.

Die Hochzeitsfotografie als Beruf steht in direkter Beziehung zu den Jahreszeiten und der Häufigkeit von Hochzeiten. Die Zahlen verdeutlichen, dass die meisten Hochzeiten in Deutschland zwischen Mai und September stattfinden. Etwa 60 % aller Eheschließungen werden in diesen wärmeren Monaten geplant, wenn das Wetter ideal für Feiern im Freien und schöne Fotoaufnahmen ist. Daraus ergibt sich eine natürliche Saisonalität im Arbeitsaufkommen für Hochzeitsfotografen, die sich darauf einstellen müssen, in diesen Monaten besonders viel zu arbeiten.

Arbeitsbelastung in der Hauptsaison

Während der Hochsaison zwischen Mai und September müssen Hochzeitsfotografen oft die Gelegenheit nutzen, ihr Jahreseinkommen zu sichern. Da sie in diesen 20 Wochen 60 Prozent aller Hochzeiten eines Jahres abdecken, kann das bedeuten, dass sie fast jedes Wochenende arbeiten. Wenn wir von der Notwendigkeit ausgehen, dass ein Hochzeitsfotograf etwa 55 Hochzeiten pro Jahr fotografieren muss, um ein angemessenes Einkommen zu erzielen, dann muss er während der fünf Monate der Hauptsaison möglicherweise bis zu 8 Hochzeiten pro Monat oder zwei Hochzeiten pro Woche abdecken. Diese hohe Anzahl an Aufträgen führt zu einer immensen Arbeitsbelastung, die nicht nur die Tage der Veranstaltung selbst umfasst, sondern auch die umfangreiche Vor- und Nachbereitung jeder Hochzeit.

Die Herausforderungen außerhalb der Saison

In den Monaten außerhalb der Hochsaison – von November bis März – finden nur etwa 25 Prozent der Hochzeiten statt. Dies führt dazu, dass Hochzeitsfotografen in dieser Zeit deutlich weniger Aufträge haben. Dies kann für diejenigen, die sich ausschließlich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert haben, finanzielle Herausforderungen bedeuten, da ihr Einkommen in diesen Monaten stark zurückgehen kann.

Finanzielle Planung und Management

Hochzeitsfotografen müssen daher nicht nur künstlerisch und technisch versiert sein, sondern auch gute Unternehmer. Sie müssen in der Lage sein, ihr Einkommen aus der Hauptsaison so zu verwalten, dass es das ganze Jahr über reicht. Zudem müssen sie möglicherweise in der Nebensaison nach alternativen Einkommensquellen suchen oder ihre Dienstleistungen erweitern, um auch außerhalb der Hochzeitssaison Aufträge zu generieren.

Zusammenfassung

Die Saisonalität der Hochzeitsfotografie stellt hohe Anforderungen an die Planung und das Zeitmanagement der Fotografen. Die Konzentration vieler Hochzeiten auf wenige Monate bedeutet, dass in dieser Zeit eine überdurchschnittlich hohe Arbeitsbelastung bewältigt werden muss, während außerhalb der Saison oft finanzielle Durststrecken zu überbrücken sind. Diese Dynamik erfordert ein geschicktes Geschäftsmanagement und die Fähigkeit, sich flexibel an die saisonalen Schwankungen anzupassen.